Geschäftsfeld Automotive

Im Geschäftsfeld Automotive erarbeitet das Fraunhofer IFAM Technologien, Ideen und Lösungen, die auf den Einsatz in der automobilen Wertschöpfungskette zielen.

Adressaten sind hier Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (OEMs) sowie deren gesamte Zulieferindustrie. Produktion wie auch Betrieb von Automobilen stellen hohe Ansprüche an Energie- und Ressourceneffizienz. So finden zunehmend neuartige Materialien wie etwa CFK ihren Weg in das Automobil. Noch relativ neue Formgebungsverfahren wie Additive Manufacturing treffen dabei auf »traditionelle« Verfahren wie das Gießen. Hier nutzt das Fraunhofer IFAM seine Kompetenzen, um neue Kombinationen von Verfahren für die Automobilindustrie zu entwickeln.

Leichtbaulösungen sind, nicht zuletzt wegen des Zwangs zur Reduktion von CO2 und anderen Emissionen, besonders gefragt, was vielfach zu einer Kombination unterschiedlichster Werkstoffe (»Materialmix«) im Fahrzeug führt. Damit stellen sich neue Anforderungen an die Fertigungstechnik. Insbesondere dem Fügen von (unterschiedlichen) Materialien innerhalb einer hochgradig automatisierten und auf hohe Stückzahlen ausgerichteten Produktion kommt dabei ein hoher Stellenwert zu.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich durch elektrische Antriebe im Automobil. Hier sind es einerseits Sicherheits- oder Komfortfunktionen. Zum anderen aber erfährt das Thema neuen Schub durch die zunehmende Elektrifizierung des Antriebsstrangs (Elektromobilität), die auch in der Vernetzung von Fahrzeugen mit ihrer Umgebung (Autonomes Fahren) resultiert. Daraus ergeben sich Perspektiven für neuartige Komponenten wie auch für Materialien, Technologien und Verfahren zur elektrischen und/oder thermischen Isolation (oder Leitfähigkeit).

Das Fraunhofer IFAM bietet der Automobilindustrie mit seinem breiten Portfolio an Kompetenzen Lösungsansätze:

  • gießerei- und pulvertechnisch hergestellte Komponenten, insbesondere für komplexe und leichte metallische Bauteile
  • Bauteile aus polymeren Werkstoffen (FVK)
  • Fügetechnologien, insbesondere für neue Materialien und zum Fügen unterschiedlicher Materialien
  • Prozessautomatisierung in der Fertigung (Kleben, Bearbeiten, Beschichten, Oberflächenfunktionalisierung, Sensorik)
  • Komponenten für elektrische Antriebe und deren Auslegung
  • Personalqualifizierung im Bereich Klebtechnik, Faserverbund-Kunststoffe und Elektromobilität

Beispiele aus der Entwicklung

 

Mit Strom fahren

Radnabenmotoren bieten die Möglichkeit, Kosten und Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen durch den Wegfall von Komponenten des klassischen, mechanischen Antriebsstrangs zu senken.

 

Komplexe Gussteile

Mit der Lost Foam-Technologie werden komplexe Bauteile direkt endformnah gegossen. Die Komplexität wird durch das Fügen von Polymerschaumsegmenten zu einem verlorenen Gießmodell erreicht.

 

Kleben mit vorappliziertem Klebstoff

Ein vorapplizierbarer Klebstoff erlaubt die räumliche und zeitliche Trennung von Klebstoffauftrag und eigentlichem Fügeprozess.