Klebstoffentwicklung

Formulierung von Klebstoffen für spezielle Anwendungen

Vorapplizierbarer PASA®-Klebstoff auf metallischen Befestigungselementen
© Foto Fraunhofer IFAM

Vorapplizierbarer PASA®-Klebstoff auf metallischen Befestigungselementen

Es gibt immer wieder spezielle Anwendungen, für die keine geeigneten Klebstoffe am Markt verfügbar sind: zum einen sind häufig spezielle Formulierungen notwendig, wenn es um eine effektive Produktion und eine hohe Produktsicherheit geht; zum anderen, wenn es um Klebstoffe und andere Reaktivpolymere geht, die nur in kleinen Mengen benötigt werden. In beiden Fällen ist das Fraunhofer IFAM der ideale Entwicklungspartner. Beispiele aus der Vergangenheit sind Klebstoffe für die Medizintechnik, die gegen spezielle Sterilisationsmethoden beständig sind, vorapplizierbare Klebstoffe (PASA®; »Pre-Applicable Structural Adhesives«) für Klebbolzen oder für die lokale Verstärkung von Stahlblech sowie Elektronikklebstoffe mit angepasstem Wärmeausdehnungskoeffizienten und Leitklebstoffe. Zudem wird auch an Haftklebstoffen und Klebstoffen für die Medizin gearbeitet.

Oftmals geht es aber auch darum, neue Prinzipien aufzuzeigen bis hin zur Entwicklung neuer Rohstoffe, um Klebstoffe effektiver zu machen oder neue Funktionen zu integrieren. Hier werden Kenntnisse aus der allgemeinen Polymerchemie übertragen und auf die praktische Anwendbarkeit überprüft. Es handelt sich z. B. um neuartige Katalysatoren, die eine schnelle Klebstoffhärtung bei gleichzeitig verbesserter Lagerstabilität gewährleisten, oder um neue Harzsysteme, wie Benzoxazine oder teilkristalline Harze. Andere Beispiele sind Haftklebebänder, mit denen sich Metalloberflächen lokal beizen oder anodisieren lassen, oder zu einem Strukturklebstoff aushärtbare Haftklebstoffe.

Das Themengebiet wird vollständig über alle Klebstoff- und Polymerklassen hinweg bearbeitet.