Junior-Ingenieur-Akademie (JIA)

Talent School Fraunhofer IFAM
© Foto Fraunhofer IFAM

Fraunhofer-Talent-School: Programm für talentierte und technisch interessierte Jugendliche der zehnten bis dreizehnten Jahrgangsstufe, die mehr über aktuelle wissenschaftliche Problemstellungen erfahren möchten und Lust haben, sich mit diesen auseinander zu setzen. Bild: Workshops

Junior-Ingenieur-Akademie (JIA)

Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) zum Thema "Kleben" am Gymnasium Osterholz-Scharmbeck in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen

gefördert durch

Einblicke bieten in die Ausbildung und den Berufsalltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Interesse wecken und Ansporn für die entsprechenden Ausbildungen geben - das ist das Ziel der Junior-Ingenieur-Akademie, einem bundesweiten Modellprojekt der Deutsche Telekom Stiftung. Es gilt, dem bereits absehbaren künftigen Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften frühzeitig aktiv vorzubeugen. Um insbesondere den Anteil von Mädchen und jungen Frauen in den "MINT-Berufen" zu erhöhen, kooperieren Fraunhofer-Gesellschaft und Deutsche Telekom Stiftung seit Anfang 2009. "MINT" steht für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Telekom Stiftung fördert das Projekt bis 2012 mit 21000 Euro, das Bremer Fraunhofer-Institut stellt Personal, Fachwissen, Räumlichkeiten sowie Equipment zur Verfügung und knüpft die Kontakte zu Industriepartnern: So finden Schule, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.

Die erste Akademie im Rahmen dieser Kooperation startet in Niedersachsen unter Federführung des Fraunhofer IFAM: Im Schuljahr 2009/2010 beschäftigen sich interessierte Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck in Theorie und Praxis mit Themen aus Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften, die notwendig sind, um die Fügetechnologie Kleben in Bereichen wie Automobil- und Schiffbau oder in der Fertigung von Rotorblättern für Windenergieanlagen einsetzen zu können. Durch geplante Besuche von Betrieben erhalten sie nicht nur Einblick in den Arbeitsalltag dieser Branchen, sondern lernen auch die dazugehörigen Arbeitsgebiete von Ingenieurinnen und Ingenieuren im industriellen Umfeld kennen.

Den wissenschaftlichen Part der Ingenieurtätigkeiten in Form von anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung erleben die Jugendlichen im Bereich Klebtechnik und Oberflächen des Fraunhofer IFAM: Nach Vermittlung des erforderlichen Grundlagenwissens und unter fachlicher Anleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen ihnen Laboreinrichtungen des Instituts zur Verfügung, um abschließend in ihrer Projektarbeit das theoretisch erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen: den Bau einer Miniatur-Windkraftanlage aus Faserverbundkunststoff-Strukturen. Die Schülerinnen und Schüler haben darüber hinaus die Chance, in Workshops Projektmanagement und Präsentationstechniken zu erlernen. Für sämtliche Aktivitäten in der Junior-Ingenieur-Akademie stehen ihnen wöchentlich vier zusätzliche Unterrichtsstunden zur Verfügung, in denen sie von ihren Lehrkräften und vom Fraunhofer IFAM betreut werden.