Workshop 2

Workshop 2: Korrosionsschutz - wieviel Beständigkeit schützt die Umwelt?

© Fraunhofer IFAM

Das verrostete Fahrrad ärgert uns, die verrosteten Eisenbahnschienen nimmt man hin. Bei der durchgerosteten Erdölpipeline ist Korrosion schon problematischer: Hier kann  die Umwelt geschädigt und Menschenleben können gefährdet werden.

Grundsätzlich gibt es keine korrosionsbeständigen Werkstoffe. Vielmehr verhalten sich Werkstoffe in Abhängigkeit der Umgebungseinflüsse sehr unterschiedlich – unter ungünstigen Umständen korrodieren sie stark, unter idealen gar nicht. Korrosion ist also keine Material-, sondern eine Systemeigenschaft.

Die durch Korrosion verursachten direkten Kosten belaufen sich in Deutschland auf ungefähr 3-4 % des  Brutto-Inlandsproduktes - das machte z.B. für 2009 schon fast 100 Milliarden Euro. Hierbei gilt die Faustregel, dass ungefähr die Hälfte dieser Kosten durch die Anwendung vorhandenen Wissens hätte verhindert werden können -  Korrosionsforschung kann dieses Wissen mehren, Schäden vermeiden und so Ressourcen schonen helfen.

Im Korrosions-Workshop der Umwelt-Talent-School Bremen werden sich die Schülerinnen und Schüler mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:

  • Was ist Korrosion eigentlich, wie entsteht sie und was kann ich gegen sie  unternehmen?
  • Ist der Aufwand, den ich treiben muss, um Korrosion zu verhindern, ökologisch immer sinnvoll?
  • Ist sie immer unerwünscht? Ist sie überhaupt zu vermeiden? Wie kann ich mit ihr umgehen?

Um diese Fragen begründet diskutieren zu können, werden die Teilnehmenden sich im Labor mit den grundlegenden Mechanismen der Korrosion auseinander setzen und unterschiedliche Werkstoffe, Analyse- und Korrosionsschutzverfahren kennen lernen.

Mit Hilfe der Elektrochemie werden die physikalisch- chemischen Reaktionen an den Werkstoffen aufgedeckt und die Schülerinnen und Schüler werden in einem Mini-Projekt Lösungen suchen, um die Korrosion zu verlangsamen oder zu stoppen.