Prototypenfertigung

Trotz der aktuellen Möglichkeiten, mit Hilfe von Konstruktions- und Simulationssoftware elektrische Antriebe zu entwickeln, ist der Aufbau eines realen Prototyps zur Funktionsüberprüfung essenziell.

Am Fraunhofer IFAM werden dazu in der Abteilung »Elektrische Antriebe« in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung »Gießereitechnologie« unterschiedliche Technologien zur Fertigung von Prototypen elektrischer Antriebskomponenten angewendet. Das Fraunhofer IFAM unterstützt den Kunden von der Auswahl des geeigneten Fertigungsverfahrens bis hin zur Prüfung der Prototypen auf Funktion und Qualität.

Fertigung mit dem Lost Foam-Verfahren

Gehäuse eines Radnabenmotors mit integrierten Kühlkanälen.
© Fraunhofer IFAM

Gehäuse eines Radnabenmotors mit integrierten Kühlkanälen.

Für die Prototypenfertigung, beispielsweise von Gehäusen für elektrische Antriebe mit komplexer Geometrie, wird das Lost Foam-Verfahren eingesetzt. Dadurch können z.B. mäandrierende Kühlkanäle im Gehäuse realisiert werden, die so mit anderen Fertigungsverfahren nicht umsetzbar wären. Weiterhin ermöglicht dieses Verfahren sowohl die Herstellung einzelner Funktionsmuster als auch die Überführung in serientaugliche Stückzahlen mit Hilfe entsprechender Schäumwerkzeuge. Das Fraunhofer IFAM hält hier die komplette Entwicklungs- und Prozesskette für Prototypenprojekte bereit.

Fertigung mit dem Feinguss-Verfahren

Gegossene Aluminium- und Kupferspule.
© Fraunhofer IFAM

Gegossene Aluminium- und Kupferspule.

Für die Prototypenfertigung, z.B. von Gussspulen für elektrische Antriebe mit komplexer Geometrie, die zusätzlich eine hohe Maßhaltigkeit und sehr gute Oberflächenqualität aufweisen müssen, wird das Feinguss-Verfahren eingesetzt. Dadurch kann die Geometrie der Spule an den dafür vorgesehenen Bauraum exakt angepasst werden, so dass ein maximaler Füllfaktor erreicht wird.