Anti-Fingerprint-Beschichtung

Beschichtung macht Fingerabdrücke unsichtbar

Anti-Fingerprint-Beschichtung aus dem Fraunhofer IFAM
© Fraunhofer IFAM

Anti-Fingerprint-Beschichtung aus dem Fraunhofer IFAM

Anti-Fingerprint-Effekt

Eine Oberfläche zeigt einen Anti-Fingerprint-Effekt (AFP-Effekt), wenn ein auf einer Oberfläche befindlicher Fingerabdruck mit dem bloßen Auge nicht oder nur sehr schwach wahrgenommen wird. Die Verschmutzung bzw. der Fingerabdruck wird »unsichtbar«.

Anti-Fingerprint-Beschichtung

Das Fraunhofer IFAM kann raue Oberflächen so beschichten, dass der optische Kontrast eines Fingerabdrucks deutlich reduziert wird. Hierbei werden die optischen Eigenschaften eines Fingerabdrucks statistisch auf der Oberfläche durch eine nicht geschlossene, inhomogene Beschichtung nachgeahmt. Das äußere Erscheinungsbild der Oberfläche wird nur unwesentlich geändert.

Es handelt sich um einen zweistufigen Prozess, bei dem zunächst eine Flüssigkeit bzw. Vorverbindung als Dünnfilm aufgetragen wird. Anschließend erfolgt eine Vernetzung mittels Vakuum-Ultra-Violetter-Strahlung (VUV-Strahlung). Idealerweise kann hierfür die im Fraunhofer IFAM entwickelte LightPLAS-Technologie eingesetzt werden.

Geeignete Oberflächen

Die Technik ist ausschließlich für Oberflächen mit einer Rauigkeit im Bereich 0,3-1,0 µm (ra) geeignet. Sie ist auf nahezu allen Materialien anwendbar. Besonders auf Metalloberflächen und metallbeschichteten Oberflächen.

Anwendungsbeispiele

  • Armaturen
  • Displays
  • Schalterelemente
  • Besteck