Benetzung

Charakterisierung der Benetzungseigenschaften von Oberflächen

Oberflächen-energie
© Fraunhofer IFAM

Bestimmung der Oberflächen-energie von Flüssigkeiten mittels Wilhelmy-Platten-Methode

Bestimmung der Oberflächenenergie von Festkörpern durch Messung des Kontaktwinkels mit bis zu sechs Flüssigkeiten
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Bestimmung der Oberflächenenergie von Festkörpern durch Messung des Kontaktwinkels mit bis zu sechs Flüssigkeiten

Benetzung, Kontaktwinkel und Oberflächenenergie

Bei allen Lackier-, Beschichtungs- und Klebprozessen spielen die Benetzungseigenschaften der Bauteile eine zentrale Rolle, denn nur wenn der Klebstoff oder der Lack die Bauteiloberfläche benetzt, ist eine ausreichende Haftfestigkeit zu erwarten.

Die einfachste Methode zur Charakterisierung der Benetzungseigenschaften von Festkörperoberflächen stellen Messungen mittels Testtinten dar, bei denen Tinten verschiedener Oberflächenenergie auf die Prüffläche aufgebracht werden und das Spreitungsverhalten beurteilt wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Benetzungseigenschaften durch Kontaktwinkelmessungen mit bis zu sechs verschiedenen Flüssigkeiten zu charakterisieren. Dies lässt nicht nur sehr viel genauere Werte zu, sondern erlaubt auch die Differenzierung in disperse und polare Anteile, wodurch bessere Benetzungsvoraussagen möglich sind.

Ein mobiles System zur Kontaktwinkelmessung rundet die Analysemöglichkeiten ab und ermöglicht die Messung an großen Strukturen oder die Vor-Ort-Messung beim Kunden. Weiterhin kann dieses System als Methode zur Qualitätssicherung eingesetzt werden.

Die vorhandenen Systeme erlauben neben der Charakterisierung und Messung von Festkörperoberflächen auch die Charakterisierung der Oberflächenenergien von Flüssigkeiten und Pulverschüttungen (Wilhelmy-Waage).