Additive Herstellung von Multimaterialbauteilen - MultiMat3D

Kombination aus elektrisch leitenden/nicht-leitenden, magnetischen/nicht-magnetischen oder harten/weichen Materialien erlauben faszinierende neue Bauteillösungen für die Elektromobilität, Energiespeicherung, Medizintechnik oder Sensorik.

Konstrukteure verlangen höchste Präzision, kleine filigrane Strukturen oder spezielle Bauteilformen wie z.B. Hohlräume. Die Herstellung von derartigen Bauteilen stellt die Fertigungstechnik vor große Herausforderungen.

Ziel des Projektes „MultiMat3D“ ist die Entwicklung des 3D-Siebdruckes als massenproduktionstaugliches additives Herstellungsverfahrens, das genau diese Anforderungen erfüllt und größtmögliche Multimaterialfähigkeit bei der Bauteilherstellung von Multimaterialbauteilen gewährleistet, eine Auflösung von mindestens 100 µm erlaubt und die Herstellung komplexer innerer Strukturen und Kavitäten ermöglicht.

In Kooperation mit den Projektpartnern EKRA und Koenen erarbeitet das Fraunhofer IFAM, das als Technologieführer im Bereich der Forschung und Entwicklung zum 3D‑Siebdruck fungiert, wichtige Modifikationen an der Anlagen- und Siebtechnik. In Zusammenarbeit mit Heraeus werden zusätzlich neue angepasste Siebdruckpasten entwickelt, die die Herstellung von Keramik-Metall-Verbundkörpern zulassen. Um die schnelle und flexible Anpassung der Prozessparameter zu gewährleisten, entwickelt das Fraunhofer IWM numerische Werkzeuge sowohl zur Beschreibung des 3D‑Siebdruckprozesses als auch zur Vorhersage des Sinterschwundes.

Als Referenz-Werkstoff-Verbund konzentrieren wir uns im Projekt „MultiMat3D“ auf die Kombination von Al2O3 und Silber für LTCC.

 

Stichwortliste:

3D-Siebdruck, Additive Fertigung, Additive Manufacturing, Materialkombinationen, Keramik/Metall-Multimaterialbauteile, numerische Simulation
 

Projektlaufzeit: 1.10.2016 - 30.9.2019
 

Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Ausschreibung Promat3D des BMBF

© Micro Systems Engineering

© VIA Electronic

© EKRA

© KOENEN

© Fraunhofer IWM

© Fraunhofer IFAM

© BMBF