Fortbildungsseminar  /  12. Mai 2020  -  14. Mai 2020

DGM Fortbildungsseminar
Einführung in metallische Hochtemperaturwerkstoffe

Hochtemperaturwerkstoffe stellen ein wichtiges Forschungsgebiet innerhalb von Energietechnik und Mobilität dar. Von ihrer Performance ist häufig der Gesamtwirkungsgrad der Systeme abhängig, in denen sie integriert sind, insbesondere bei Flugzeugturbinen. Dabei müssen die Werkstoffe bei hohen Temperaturen von über 1000 °C hohen mechanischen und korrosiven Beanspruchungen widerstehen. Gleichzeitig soll insbesondere im Turbinenbau die Dichte nicht zu hoch werden, da die Belastung im Werkstoff bei drehenden Teilen von der eigenen Masse abhängt. Ni-Basis-Superlegierungen haben sich in der Vergangenheit als die Werkstoffklasse etabliert, die dem Anforderungsprofil am besten entsprechen und sich gegen hitzebeständige Stähle durchsetzen konnten. Vor dem Hintergrund immer weiter steigender Anforderungen kommen aber auch neue Legierungen zum Zuge, insbesondere refraktäre Legierungen und intermetallische Aluminide mit TiAl als prominentesten Vertreter dieser Werkstoffklasse.

 

Themen und Inhalte

  • Übersicht über metallische und intermetallische Hochtemperaturwerkstoffe
  • Ni-Basis Superlegierungen
  • Nickelaluminide und deren gerichtet erstarrte Eutektika
  • Refraktärmetalle für Hochtemperaturanwendungen
  • Intermetallische Titanaluminide innovative Hochtemperaturleichtbauwerkstoffe
  • Industrialisierung der Schmelzmetallurgie von Titan-Aluminiden
  • Eisenaluminide        
  • Entwicklungsstatus von Mo-Si-B- und V-Si-B-Legierungen für extreme Beanspruchungen
  • SLM von Superlegierungen
  • Selektives Elektronenstrahlschmelzen von Hochtemperaturwerkstoffen
  • Korrosionserscheinungen an Dampferzeugern mit stofflich komplexen Brennstoffen
  • Ni-Basis-Werkstoffe für den Ofenbau
  • Kobaltbasislegierungen für Hochtemperaturanwendungen
  • Korrosionsverhalten von Superlegierungen
  • MIM von Superlegierungen
  • Werkstoffe und Schichten in Flugtriebwerken
  • Dispersionsverstärkte Legierungen