Ministerin Honé würdigt internationales Kompetenznetzwerk CFK Valley e.V. als Impulsgeber für Niedersachsens Wirtschaft

29.8.2018

Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung, und Dr. Dirk Niermann, Abteilungsleiter Automatisierung und Produktionstechnik – Fraunhofer IFAM, vor der Anlage zur automatisierten Montage von Flugzeugrümpfen im Forschungszentrum CFK NORD in Stade
© Fraunhofer IFAM

Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung, und Dr. Dirk Niermann, Abteilungsleiter Automatisierung und Produktionstechnik – Fraunhofer IFAM, vor der Anlage zur automatisierten Montage von Flugzeugrümpfen im Forschungszentrum CFK NORD in Stade

Die Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé war heute beim CFK Valley e.V. in Stade zu Gast: „Das CFK Valley ist ein Kompetenznetzwerk mit internationalem Know-how und damit ein Impulsgeber für die Wirtschaft in Niedersachsen. Dieses Netzwerk mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern zeigt was technologisch möglich ist. Das stärkt die Region weit über die klein- und mittelständischen Unternehmen hinaus.“ Der CFK Valley e.V. ist eine niedersächsische Erfolgsgeschichte. „Wir haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden“, so Dr. Gunnar Merz, Vorstandvorsitzender des CFK Valley e.V. „Dies wollen wir mit Unterstützung der Landesregierung fortsetzen.“

 

CFK Valley e.V. – das internationale Innovationsnetzwerk für ganzheitliche Wertschöpfun

Der CFK Valley e.V. wurde 2004 mit Unterstützung der niedersächsischen Landesregierung gegründet. Das Kompetenzzentrum hat sich inzwischen zu einem international anerkannten Innovationsnetzwerk entwickelt, das Außenstellen in Belgien, Japan, Korea, China und Indien unterhält. Die bisherige Erfolgsgeschichte des 2016 von der ESCA zertifizierten europäischen Exzellenzclusters CFK Valley e.V. umfasst neben zahlreichen Technologieentwicklungen und erfolgreichen Firmenansiedelungen, die Unterstützung von Unternehmen, die sich zu Weltmarktführern entwickelt haben. In allen Fällen ist damit die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen verbunden. „Für die Stadt Stade und ihre rund 48.000 Einwohner hat der innovative Industrie- und Wissenschaftsstandort eine besondere Bedeutung“, erklärt die Bürgermeisterin Silvia Nieber.

 

CFK Valley e.V. - Kompetenzzentrum für den Knowhowtransfer in die Region

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist das in diesem Jahr mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union eingerichtete "Kompetenzzentrum Neue Materialien und Produktion" (KNMP) beim CFK Valley e.V. Projektleiter Dr. Joachim Henning informiert und unterstützt zusammen mit zwei regionalen Projektpartnern kleine und mittlere Unternehmen in den Landkreisen Stade, Harburg, Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg bei der Einführung von Innovationen von der Entwicklung bis zum Prototypenbau. Projektpartner sind die Süderelbe AG in Harburg und das Laboratorium Fertigungstechnik der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.
 

CFK Valley Stade – Technologieführer im Flugzeugbau der Zukunft

Die Ministerin informierte sich über den aktuellen Stand der weltweit führenden Leichtbauproduktionstechnologie im Industriemaßstab bei den Innovationspartnern des CFK-Pioniers in der Luftfahrt, AIRBUS: dem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem FuE-Bereich Automatisierung und Produktionstechnik des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM). Aktuelle Forschungsschwerpunkte der Fraunhofer-Experten sind die Verknüpfung von automatisierten Prozessen und Produktionsanlagen mit dem Digitalen Zwilling sowie die Effizienzsteigerung durch Einsatz mobiler, hochpräzise arbeitender Industrieroboter. "Mit frei fahrenden CNC-Fräsrobotern stoßen wir bereits in den Genauigkeitsbereich von Portalanlagen vor", erklärte Dr. Dirk Niermann, Abteilungsleiter Automatisierung und Produktionstechnik des Fraunhofer IFAM im CFK NORD, "wobei mobile Roboter wesentlich flexibler sind und eine höhere Produktivität erzielen, da mehrere von ihnen simultan am selben Großbauteil arbeiten.“ Das DLR forscht mit seinem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Stade aktuell u.a. an der Reduktion der kostenkritischen Fertigungslaufzeit für Multimaterial-Leichtbauanwendungen mithilfe von parallelem Robotereinsatz. „Wir haben bereits eine Senkung von 38 Prozent erreicht“, berichtete der Stv. Leiter des ZLP, Christian Krombholz, „diesen Wert werden wir noch weiter steigern.“

 

Weitere Informationen zum Fraunhofer IFAM Automatisierung und Produktionstechnik l Stade

www.ifam.fraunhofer.de/stade