Druckguss

Druckguss für höchste Produktivität und Reproduzierbarkeit

Der Druckguss zeichnet sich durch höchste Produktivität und Reproduzierbarkeit aus. Am Fraunhofer IFAM steht dafür die Kaltkammer-Druckgießtechnik zur Verfügung. Neben herkömmlichen Gussteilen werden Bauteile mit permanenten und verlorenen Kernen – zum Beispiel Salzkerne – entwickelt, Faser-, Draht- und CFK-Strukturen im Hybridgussverfahren integriert, poröse Materialien wie Keramiken mit Metallschmelze infiltriert sowie RFID-Transponder zur Gussteilkennzeichnung direkt mit eingegossen.

Das Verfahren

Halter für Steuergerät aus Aluminim-Druckguss
© Foto Fraunhofer IFAM

Halter für Steuergerät aus Aluminim-Druckguss

Das Druckgießverfahren ist aufgrund kurzer Zykluszeiten und der Verwendung von Dauerformen für die Serienfertigung von komplexen Bauteilen aus Aluminium, Magnesium und Zink geeignet.

Einsatz findet das Verfahren für verschiedenste Teile von Oberflächen und Designkomponenten bis zu Strukturbauteilen in allen Bereichen des täglichen Lebens.  

 

Kaltkammer-Druckguss

Kaltkammer-Druckgießmaschine mit einer Schließkraft von 660 t.
© Foto Fraunhofer IFAM

Kaltkammer-Druckgießmaschine mit einer Schließkraft von 660 t.

Am Fraunhofer IFAM steht eine echtzeitgeregelte Kaltkammer-Druckgießmaschine mit einer Schließkraft von 660 t zur Verfügung.

Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am IFAM werden auf dieser Anlage in erster Linie Aluminium, Magnesium oder Zink aber auch andere technisch relevante Werkstoffe vergossen. Neben herkömmlichen Gussteilen werden Bauteile mit Permanentkernen, Verbund- und Gradientenguss sowie mit Metallschmelze infiltrierte Keramiken oder Polymere hergestellt.

 

 

 

 

Die Anlagentechnik und zugehörige Peripherie ermöglichen den Einsatz in den Bereichen:

  • Druckguss
  • Thixocasting
  • Squeeze-Casting
  • Sonderverfahren

 

Technische Daten in der Übersicht:

  • Schließkraft 6.615 kN
  • Schussgewicht bis ca. 8 kg (für Al)
  • Echtzeitgeregelt
  • Schmelzofen für Aluminium / Zink (350 kg)
  • Schmelzofen für Magnesium (2x 300 kg)
  • Thixo-Aufheizanlage (2 Stationen, 3/3,5 Zoll)
  • Vakuumunterstützung möglich
  • Automatische Sprüheinrichtung

Weitere Gießtechnologien

Das Gießereitechnikum am Fraunhofer IFAM stellt eine Vielfalt an flexibel einsetzbaren Gießverfahren zur Verfügung.