Das Fraunhofer IFAM in Bremen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat seinen Hauptstandort im Technologiepark Bremen. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich hier täglich für nachhaltige Innovationen für Industrie und Gesellschaft ein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten in interdisziplinären Teams Forschungs- und Entwicklungsarbeit für unterschiedliche Industriebranchen und Anwendungsbereiche. 

Am Standort Bremen ist das Fraunhofer IFAM insbesondere mit der ansässigen Luft- und Raumfahrtindustrie stark vernetzt, aber auch Entwicklungen für den Energiesektor und den maritimen Bereich nehmen durch die Nähe zur Küste einen großen Anteil der Forschungsarbeit ein.

Unsere Expertisen liegen insbesondere in den metallischen und polymeren Werkstoffen sowie den entsprechenden Formgebungs- und Fertigungsverfahren. Wir entwickeln neue Werkstoffe und funktionalisieren diese durch Oberflächentechnik und Formgebungsverfahren. Zudem entwickeln wir diese Verfahren weiter mit dem Ziel, Produktionsprozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten. In der Entwicklung neuer Werkstoffe und Fertigungsverfahren setzt das Institut heute vermehrt auf biobasierte bzw. bio-abbaubare Materialien und nachhaltige Prozesse.

Internationales Renommee hat das Institut im Bereich der Klebtechnik aufgebaut. Seit 50 Jahren wird diese Fügetechnik am Standort Bremen erforscht und das Institut ist mittlerweile eine feste Konstante in der klebtechnischen Weiterbildung. In 2018 gelang dem Institut im Bereich Klebstoffe für die Medizintechnik mit der Purenum GmbH eine erfolgreiche Ausgründung.

Seine materialwissenschaftlichen und fertigungstechnischen Kompetenzen setzt das Institut gebündelt für die Automatisierung und Digitalisierung in der Industrie 4.0 ein. Außerdem leisten die Forscherinnen und Forscher mit ihren Entwicklungen und Weiterbildungsangeboten in der Elektromobilität, Energietechnik und Wasserstofftechnologie ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende.

Unsere Partner aus Industrie und Wissenschaft profitieren von unseren hochmodern ausgestatteten Laboren und Technika. So verfügt das Institut am Standort Bremen über akkreditierte Prüflaboratorien für Werkstoffprüfung, Korrosionsprüfung, Lacktechnik, Materialographie und Analytik. Teile der Labore am Standort Bremen sind außerdem nach dem in der Luftfahrtindustrie relevanten Nadcap-Konformitätssystem anerkannt.

 

Unsere Forschung für die Lehre in Bremen und Bremerhaven

An den verschiedenen Standorten des Instituts besteht eine intensive Zusammenarbeit und Vernetzung mit den jeweiligen Hochschulen. Auch in Bremen und Bremerhaven bringt das Fraunhofer IFAM sein Forschungswissen in die Lehre ein. Unsere beiden Institutsleiter sind Lehrstuhlinhaber an der Universität Bremen. Im Fachbereich Produktionstechnik ist Prof. Matthias Busse seit 2003 Lehrstuhlinhaber für »Endformnahe Fertigungstechnologien« und Prof. Bernd Mayer seit 2010 für »Polymere Werkstoffe«. Außerdem ist das Institut mit weiteren Professuren in der Bremer/Bremerhavener Hochschullandschaft vertreten: Prof. Andreas Hartwig lehrt Makromolekulare Chemie am Fachbereich Chemie/Biologie der Universität Bremen und Prof. Frank Petzoldt im Bereich Medizintechnik an der Hochschule Bremerhaven.

Zudem werden zahlreiche Lehrveranstaltungen von unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in unterschiedlichen Fachbereichen durchgeführt. Unsere aktuellen Lehrveranstaltungen für Studierende finden Sie hier.

2021 ist außerdem ein besonderes Jahr: Denn wir feiern gemeinsam mit der Universität Bremen ihr 50-jähriges Bestehen.

 

Herausragende Vernetzung mit Forschung und Wirtschaft in der Region

Das Fraunhofer IFAM betreibt Forschung für die Praxis – auch mit Forschungspartnern und für Unternehmen aus der Region. Dazu sucht das Institut stets den Austausch. So ist das Institut Mitglied in der UBremen Rersearch Alliance (UBRA) und bezieht Arbeitsräume im ECOMAT (Bremen Center for Eco-efficient Materials and Technologies) für die direkte Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungspartnern vor Ort.

Darüber hinaus sind wir in zahlreichen Branchenverbänden, -netzwerken und -initiativen vertreten, um den technologischen Fortschritt in der Region voranzutreiben. Hier finden Sie eine Auswahl: