Institutsbereich Klebtechnik und Oberflächen

Der Institutsbereich Klebtechnik und Oberflächen des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ist die europaweit größte unabhängige Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der industriellen Klebtechnik mit über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Mittelpunkt stehen werkstoffbasierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zum Kleben und zur Oberflächentechnik mit dem Ziel, der Industrie anwendungsorientierte Systemlösungen zu liefern.

Die Aktivitäten reichen von der Grundlagenforschung über die Fertigung bis zur Markteinführung neuer Produkte. Industrielle Einsatzfelder sind beispielsweise der Transportmittel-, Maschinen- und Anlagenbau, die Energie- und Medizintechnik, der maritime Bereich, die Baubranche sowie die Verpackungs- und Elektroindustrie.

 

Polymere Werkstoffe

Die Entwicklung von Polymeren und Polymerformulierungen sowie die zugehörigen Reaktionsprozesse stehen in Fokus der materialwissenschaftlichen Arbeiten. Darüber hinaus werden die Polymerverarbeitung betrachtet sowie polymerbasierte Bauteile hergestellt und charakterisiert. Von besonderem Interesse sind die experimentelle und rechnerische Abbildung von Alterungsprozessen und somit Beiträge zur Vorhersage der Lebensdauer von Materialien und Bauteilen. Zertifizierende Weiterbildungen für Faserverbundwerkstoffe ergänzen das Portfolio.


Klebtechnische Wertschöpfungsketten

Die Kernkompetenz Kleben umfasst die Entwicklung und Charakterisierung von Klebstoffen, die beanspruchungsgerechte konstruktive Auslegung und Simulation von Kleb-, Niet- und Hybridverbindungen sowie deren Charakterisierung, Prüfung und Qualifizierung. Die Planung, Umsetzung und Automatisierung der industriellen Fertigung der Verbindungen ergänzen diese Arbeiten. Prozessreviews sowie zertifizierende Weiterbildungen zum Kleben runden das Profil ab.·

 

Oberflächentechnik – Maßgeschneiderte Modifizierungen

Das Arbeitsgebiet Oberflächentechnik umfasst die physikalische und chemische Reinigung, Aktivierung und Modifizierung von Oberflächen sowie deren Beschichtung. Auf diese Weise wird das industrielle Einsatzspektrum vieler Werkstoffe deutlich erweitert oder deren technische Verwendung überhaupt erst ermöglicht. Die Forschungsarbeiten umfassen zudem die Früherkennung von Degradationserscheinungen, die Validierung von Alterungsprüfungen sowie die prozessintegrierte Qualitätskontrolle der Oberflächeneigenschaften.

 

Prozessautomatisierung in der Montage

Die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen, die sich ständig und mit hoher Präzision an wechselnde Bauteile, veränderliche Produktionsabläufe oder menschliche Arbeitsanteile anpassen, stellt eine weitere Kernkompetenz des Institutsbereichs dar. Im Fokus stehen hier insbesondere Montageprozessen an Großstrukturen im 1:1-Maßstab. Hierbei erlauben eine innovative Messdatenerfassung, deren Auswertung und Visualisierung sowie die Nutzung intelligenter Materialien eine ganzheitliche Qualitätssicherung von Materialien, Verbunden und Beschichtungen.

 

Zertifiziert und akkreditiert nach Industriestandards

Der gesamte Institutsbereich Klebtechnik und Oberflächen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Prüflaboratorien Werkstoffprüfung, Korrosionsprüfung und Lacktechnik sind für bestimmte Verfahren zusätzlich nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Das Weiterbildungszentrum Klebtechnik ist über DVS-PersZert® nach DIN EN ISO/IEC 17024 als akkreditierte Personalqualifizierungsstelle für die klebtechnische Weiterbildung international anerkannt. Das Weiterbildungszentrum Faserverbundwerkstoffe erfüllt die Qualitätsanforderungen der DIN EN ISO/IEC 17024.

Qualitätsmanagement, Zertifizierungen und Akkreditierungen