Strömungswiderstand-senkende Schichten

© Fraunhofer IFAM

Applikation von mikrostrukturierten Lacken per Roboter

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Strömungswiderstand-reduzierende, mikrostrukturierte Lackoberfläche (»Riblet-Lack« bzw. »Haifischhaut-Lack«)

Im Herbst 2009 hat die Europäische Union beschlossen, dass der Kohlendioxid-Ausstoß (CO2-Ausstoß) der Luftfahrt bzw. der Schifffahrt um 10 bzw. 20 Prozent sinken muss, was in Relation auch für den Treibstoffverbrauch gilt. Zukünftig werden Flugzeuge und Schiffe an ihrem CO2-Ausstoß bemessen, der zugleich als Basis für die Berechnung der vereinbarten finanziellen Abgaben (Emissionshandel) dient.

Diese Rahmenbedingungen – wie auch die zukünftig mit Sicherheit deutlich steigenden Treibstoffpreise – machen deutlich, dass alle technischen Möglichkeiten zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs von Verkehrsmitteln genutzt werden müssen. Darüber hinaus wirkt sich der Strömungswiderstand auch nachteilig auf die Effizienz von Anlagen aus, die zur Erzeugung regenerativer Energien, z. B. Windenergie, Meeresenergie, verwendet werden.

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Hier kann die Oberflächentechnik wertvolle Beiträge leisten: Neuere Entwicklungen – wie das im Fraunhofer IFAM entwickelte Riblet-Lacksystem (»Haifischhaut-Lack«) – ermöglichen es, den Strömungswiderstand von Oberflächen durch geeignete Lacksysteme signifikant zu verringern.

Für diesen Zweck entwickeln und prüfen die Experten am Fraunhofer IFAM nicht nur Lackmaterialien sowie entsprechende Applikationsverfahren und Applikationsgeräte, sondern auch Messapparaturen zur Qualitätssicherung.

Fraunhofer-Preis für das Riblet-Lacksystem