Korrosionsschutz durch Plasmapolymere

Durch Plasmatechnik zu langlebigen Produkten

Glanzgebeiztes Al-Lampengehäuse nach Salzsprühtest
© Semrau

Glanzgebeiztes Al-Lampengehäuse nach Salzsprühtest

Al-Zierleistenabschnitt nach Korrosionstest
© Fraunhofer IFAM

Al-Zierleistenabschnitt nach Korrosionstest (pH 13,5), rechts beschichtet

Plasmapolymere Korrosionsschutzschicht auf Eloxaloberfläche (REM)
© Fraunhofer IFAM

Plasmapolymere Korrosionsschutzschicht auf Eloxaloberfläche (REM)

Korrosionsschutz ist und bleibt aus ökonomischen und ökologischen Gründen von sehr hohem Interesse für die Wirtschaft. Plasmapolymere Korrosionsschutzschichten haben sich in den letzten Jahren in einigen Anwendungsbereichen erfolgreich durchgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Bereiche, bei denen aus optischen oder thermischen Gründen geringe Schichtdicken Vorteile versprechen oder bei denen hohe thermische und chemische Beständigkeit von besonderer Bedeutung sind. Da sich plasmapolymere Korrosionsschutzschichten zudem mit weiteren Schichteigenschaften – z. B. Haftvermittlung – kombinieren lassen, erweitert sich das Einsatzspektrum und die Attraktivität dieser funktionellen plasmatechnischen Beschichtungen erheblich.

Verfahrenstechnik für vielfältige Schichtfunktionen

Plasmapolymere Korrosionsschutzschichten können mit allen plasmatechnischen Verfahrenstechniken (Niederdruck- und Atmosphärendruck-Plasmatechnik, LightPLAS-Beschichtungstechnik) aufgetragen werden. Dadurch gewinnt der Anwender eine hohe Anpassungsfähigkeit an seine Produkte und seine fertigungsspezifischen Anforderungen. Zudem lässt sich eine Vielzahl von Werkstoffen (z. B. Aluminium, Eloxal, Kupfer, Messing und Stahl) beschichten, da die Technik an die jeweilige Oberfläche angepasst werden kann, wodurch eine optimale Haftung zum Untergrund gewährleistet ist.

Neben der primären Funktion des Korrosionsschutzes sind Kombinationen mit Easy-to-clean-Eigenschaften, mit Primerfunktionen für Klebungen, Lackierungen und Vulkanisationsprozesse erfolgreich realisierbar. Die Korrosionsschutzfunktion kann zum Beispiel mit Eigenschaften wie elektrischer Isolation, antimikrobieller Wirksamkeit oder Trenneigenschaften kombiniert werden. Darüber hinaus ist eine abrasionsfeste Ausrüstung (Eloxalersatz) der Oberfläche bei vergleichbarer Härte, aber erhöhter chemischer Beständigkeit und deutlich verringerter Sprödigkeit (Rissdehnungsgrenze) möglich (µ-finish®-Beschichtung).

Ein weiterer großer Vorteil plasmapolymerer Korrosionsschutzschichten liegt darin, dass enge und komplexe Bauteilstrukturen, wie sie z. B. bei Wärmetauschern gegeben sind, beschichtet werden können.

 

Anwendungsbeispiele

  • Eloxalersatz bzw. Kombination mit Eloxalveredelung
  • Wärmetauscher
  • Anlagenbau und Vorrichtungsbau
  • Automobilzulieferindustrie
  • Gebäudeausstattung
  • Musikgeräte