Helden in der Additiven Fertigung: Fraunhofer IFAM Dresden startet neues Projekt „Superman“

Dresden /

MoldJet®-Anlage am Fraunhofer IFAM Dresden
© Fraunhofer IFAM Dresden
MoldJet®-Anlage am Fraunhofer IFAM Dresden

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden ist das neue Projekt “Innovative sinterable nickel-based superalloy paste for the additive manufacturing of functional metallic components with the new MoldJet® process”, kurz “Superman” gestartet.

Mit seinen Partnern Tritone Technologies und MIMplus Technologies GmbH & Ko. KG hat sich das Institut im ersten öffentlichen Gemeinschaftsprojekt zum MoldJet®-Verfahren zusammengeschlossen. Seit dem 1. Mai 2021 arbeiten die Partner an der Entwicklung einer neuen Paste mit einer hochwarmfesten Legierung für das neuartige MoldJet®-Verfahren. Sie konzentrieren sich dabei auf eine Nickelbasislegierung. Hauptmotivation ist es, diesen komplexen Werkstoff für neue Designansätze nutzbar zu machen, die sich mit herkömmlichen Verfahren nicht realisieren lassen.

MoldJet® zeichnet sich durch seine Flexibilität in Bauteilgröße und -design aus. Damit werden kostengünstig hergestellte Bauteile aus Nickelbasislegierungen mit Designfreiheit in flexiblen Bauteilmengen möglich.

Die Ergebnisse des Projekts sind für eine Vielzahl von Industriezweigen relevant, insbesondere für die Luft- und Raumfahrt, die Energietechnik, die Elektrotechnik, die Medizintechnik, die Automobilindustrie sowie für andere Industriezweige wie die chemische Industrie oder die Öl- und Gasförderung.

"Superman" ist Teil eines Eureka-Calls („13th German - Israeli Call for Proposals for Joint R&D Projects"). Auf deutscher Seite wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. 

Als erster europäischer Anwender hat das Fraunhofer IFAM in Dresden Anfang 2021 sein MoldJet®-System im ICAM®, dem Innovation Center Additive Manufacturing, in Betrieb genommen. Hier führt das Fraunhofer IFAM Dresden sein breites Spektrum an additiven Fertigungsverfahren zusammen und entwickelt neue Lösungen für Werkstoffe und Bauteilgeometrien.

Neben dem MoldJet®-Verfahren können Kunden von den Möglichkeiten des Selektiven Elektronenstrahlschmelzens, des 3D-Siebdrucks, des metallbasierten Filamentdrucks, des Lithography-based Metal Manufacturing sowie des MoldJet®-Verfahrens und des Gel Castings profitieren.

Weitere Informationen zur Additiven Fertigung am Fraunhofer IFAM Dresden und zu MoldJet® im Speziellen.