Druckprozesse optimieren, Qualität sichern und Produktionskosten senken
Industrielle Druckprozesse sind ein wichtiger Bestandteil moderner Fertigung. Ob bei gedruckter Elektronik, funktionalen Beschichtungen oder additiven Fertigungsverfahren: Die Qualität des Endprodukts hängt wesentlich davon ab, wie stabil und reproduzierbar der gesamte Prozess abläuft.
Schwankungen können durch verschiedenste Ursachen entstehen. Die Folgen reichen von Qualitätsabweichungen und Nacharbeit bis hin zu Ausschuss und steigenden Produktionskosten. Eine stabile und reproduzierbare Prozessführung trägt deshalb nicht nur zu einer gleichbleibenden Produktqualität bei, sondern kann auch Ausschuss und Nacharbeit reduzieren und damit die Produktionskosten senken und die Wirtschaftlichkeit der Fertigung verbessern.
Das Fraunhofer IFAM unterstützt Unternehmen dabei, Druckprozesse systematisch zu analysieren, zu optimieren und für den Serieneinsatz zu stabilisieren. Dafür verbinden wir Prozess- und Materialverständnis mit Analytik, Messtechnik, Datenanalyse und praxisnaher Schulung.
Was macht einen stabilen Fertigungsprozess aus?
Eine gleichbleibende Produktqualität setzt voraus, dass relevante Einflussgrößen entlang der gesamten Prozesskette kontrolliert werden. Dazu gehören beispielsweise Druckbild, Schichtdicke, Linienauflösung, Haftung, Trocknung und Materialeigenschaften.
Diese Faktoren können miteinander wechselwirken und die Qualität des Druckergebnisses beeinflussen. Durch eine systematische Prozessanalyse lassen sich kritische Einflussgrößen identifizieren und geeignete Kontrollstrategien entwickeln.
Ziel der Prozessstabilisierung ist eine reproduzierbare Produktion mit höherer Prozesssicherheit – auch bei hohen Stückzahlen.
Qualitätsschwankungen erkennen und Ursachen identifizieren
Wenn ein Druckprozess schwankende Ergebnisse liefert, können unterschiedliche Ursachen dahinterstecken. Mögliche Einflussfaktoren sind beispielsweise:
- Materialeigenschaften
- Ungeeignete Prozessparameter und instabile Prozessfenster
- Anlagen- und Umgebungsbedingungen
- unzureichende Prozessüberwachung
- fehlende oder unzureichende Schulung des Personals
Am Fraunhofer IFAM identifizieren wir Einflussfaktoren und bestimmen optimale Prozessfenster bestimmt, um eine Reduktion von Fehlteilen, eine höhere Anlagenverfügbarkeit sowie eine deutliche Verbesserung der Reproduzierbarkeit zu erreichen. Unternehmen können hier von geringeren Produktionskosten und einer höheren Prozesssicherheit profitieren.
Von der Analyse bis zur Serienproduktion: Diese Leistungen bietet das Fraunhofer IFAM
Das Fraunhofer IFAM unterstützt Unternehmen entlang verschiedener Schritte der Prozessoptimierung und Prozessstabilisierung:
- Analyse und Bewertung bestehender Druckprozesse
- Identifikation von Fehlerursachen und Qualitätsabweichungen
- Entwicklung stabiler Prozessfenster
- Einführung von Qualitätsmanagement- und Prüfkonzepten
- Implementierung von Inline- und Offline-Monitoring
- Reduktion von Ausschuss und Nacharbeit
- Optimierung von Materialeinsatz und Anlagenverfügbarkeit
- Überführung entwickelter Prozesse in die Serienproduktion
- Schulung von Mitarbeitenden in praxisnahen Seminaren
Dabei können sowohl einzelne Prozessschritte als auch die gesamte Prozesskette betrachtet werden.
In welchen Druckverfahren hat das Fraunhofer IFAM tiefgreifende Expertise?
Die Kompetenzen des Fraunhofer IFAM umfassen verschiedene Druck- und Fertigungsverfahren. Dazu gehören unter anderem:
- Gedruckte Elektronik
- Funktionale Beschichtungen
- Siebdruck- und Tampondruckprozesse
- Inkjet- und Aerosol-Jet-Druck
- Additive Fertigung
- Metal Binder Jetting (MBJ)
- Laser Powder Bed Fusion (LPBF)
- Selektives Laser Sintern (SLS), Stereolithographie (SLA)
- sowie Hybridprozesse
- Alle üblichen Pre- und Postprozessing Verfahren
Damit lassen sich unterschiedliche Anforderungen an industrielle Druckprozesse und additive Fertigungsverfahren berücksichtigen.
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM