Additive Manufacturing

 

Laser Beam Melting (LBM)

LBM ist der am weitesten verbreitete Prozess zur additiven Metallpulver-Verarbeitung.

Durch den Einsatz des generativen Verfahrens können Bauteile aus metallischen Pulvern in nahezu beliebigen und sehr komplexen Formen direkt aus 3D-CAD-Daten entstehen.

 

Selective Electron Beam Melting (SEBM)

Selective Electron Beam Melting (SEBM) ist ein pulverbettbasiertes Strahlschmelzverfahren für die additive Fertigung formkomplexer metallischer Bauteile. Das Pulver wird schichtweise selektiv durch den Elektronenstrahl aufgeschmolzen.

 

Metal Binder Jetting (MBJ)

Metal Binder Jetting ist ein schichtweiser Bauprozess, bei dem durch Auftragen von Binder mittels Düsen – ähnlich dem Tintenstrahldrucken – das Metallpulver zuerst verklebt wird und
somit zunächst Grünteile entstehen.

 

3D Materials Printing (3D-Siebdruck)

Als massentaugliches additives Verfahren besitzt der dreidimensionale Siebdruck eine Alleinstellung unter den additiven Verfahren. Beim 3D-Siebdruck wird eine Pulverpaste lagenweise durch ein Sieb gedruckt, sodass ein sinterbares Grünteil entsteht. Durch optionalen Siebwechsel kann die gewünschte Formenvielfalt erzielt werden.

 

Fused Filament Fabrication (FFF)

Das Schmelzschichtverfahren Fused Filament Fabrication (FFF) ist als Verfahren für die generative Fertigung von Kunststoffbauteilen bereits etabliert. Nun wurde das Verfahren am Fraunhofer IFAM für ein deutlich größeres Anwendungsspektrum erweitert, indem die Werkstoffpalette für metallische Bauteile erschlossen wurde. Der Prozess zeichnet sich besonders durch eine hohe Materialvielfalt und geringe Investkosten aus.

 

MoldJet®-Verfahren

Der MoldJet-Prozess eröffnet neue Möglichkeiten in der Designfreiheit von Metallbauteilen und besticht dabei durch seine enorme Produktivität. Dennoch ist auch die Herstellung von Bauteilen in Stückzahl Eins oder in kleiner bis mittlerer Serie realisierbar. 

 

Gel Casting

Mit dem Gel Casting hat das Fraunhofer IFAM in Dresden eine neue Technologie zur Herstellung von metallischen Bauteilen etabliert. Mit Hilfe von additiven Fertigungsverfahren wird eine Gießform hergestellt. Die eigentliche Formgebung erfolgt durch Gießen dieser Formen mit einer Metallpulversuspension bei Raumtemperatur.

 

Continuous DLP

Der patentierte (DE102012021284) Prozess nutzt die Technik der kontinuierlichen Photopolymerisation nach dem DLP-Prinzip. Der Unterschied zu anderen 3D-Druck-Systemen ist die rotierende Walze als Substrat, deren unterer Teil in ein Polymerbad taucht. Das Polymer wird dabei durch Lichtquellen in exakt definierter Entfernung ausgehärtet. Bei der schrittweisen Drehung der Walze wird schichtweise ein dreidimensionales Bauteil auf dem eingetauchten Walzenbereich aufgebaut.

Unsere FuE-Kompetenz

  • Werkstoffentwicklung
  • Beratung bei Werkstoffauswahl und Anpassung
  • Pastenentwicklung und Charakterisierung
  • Pulveranalytik
  • Bauteildesign und -herstellung
  • Bauteiltest
  • Wärmebehandlung
  • Herstellung von Prototypen und Kleinserien
  • Unterstützung bei der Umsetzung in die Serie
  • Prozesseffizienz (abhängig von Material und Bauteil)
  • Prozesskettenintegration
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

 

Das Fraunhofer IFAM in Bremen verfügt in seinem umfassend ausgestatteten Additive-Manufacturing-Technikum über die kompletten Prozessketten des LBM und 3D-Printing (Binder Jetting).

Das Innovation Center Additive Manufacturing ICAM® am Fraunhofer IFAM in Dresden bringt unter einem Dach die Technologien Selektives Elektronenstrahlschmelzen, 3D-Siebdruck, Fused Filament Fabrication, Gel Casting und bald auch MoldJet zusammen, um an einer zentralen Stelle die verschiedenen Möglichkeiten der additiven Fertigung zu demonstrieren.

Unser Angebot

  • Alles aus einer Hand – Abdeckung der kompletten Wertschöpfungskette für die am Fraunhofer IFAM vorhandenen additiven Verfahren – von der Erzeugung der 3D-Datenmodelle über die Fertigung bis zur Endbearbeitung und -kontrolle der Bauteile.
  • Technologische Benchmarks von Werkstoff bis Bauteil an den am Fraunhofer IFAM vorhandenen Verfahren – sowohl im Vergleich zu konventioneller Fertigung als auch zwischen den additiven Verfahren.
  • Werkstoffentwicklung für alle genannten Verfahren bei gleichzeitiger Prozessanpassung – Materialpalette von Leichtmetallen wie Aluminium und Titan bis zu Hartmetallen und hoch schmelzenden Legierungen.
  • Unterstützung bei der Prozessintegration – Durchführung von Technologiestudien und Marktanalysen.
  • Umfassende Analytik vom Pulver bis zum Bauteil zur Sicherstellung robuster Prozessabläufe.         
  • Durchführung kundenspezifischer Schulungen und Workshops.